5G-Innovationsprogramm: Konzept unter Mitwirkung von Vitrum erhält Zuschlag für Förderung aus Bundesmitteln

09. März 2022

Im Rahmen eines 5G-Innovationsprogrammes vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat Vitrum als Teil eines Konsortium im Landkreis Uelzen die Zusage zur Umsetzungsförderung erreicht.

Die Arbeiten zur Umsetzung des Projekts mit einer Laufzeit von 3 Jahren, hat das Konsortium, bestehend aus dem Landkreis Uelzen, der Ostfalia Hochschule, der Vitrum GmbH, der Agravis Raiffeisen AG, der Comcross GmbH & Co KG und der Lünecom GmbH, im Januar 2022 aufgenommen.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Optimierung von künstlicher Bewässerung auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Daten von Bodenfeuchtesensoren und von Multispektralkameras an Drohnen werden über ein 5G-Campusetzwerk zu einer zentralen Applikation gesendet, die daraus mithilfe KI in Echtzeit eine kleinflächenspezifische Karte zum Feuchtigkeitszustand der Pflanzen und des Bodens generiert. Diese Karte kann als evidenzbasierte Anweisung für zukünftige autonome Bewässerungstechnologien genutzt werden.

„Das Ziel des Vorhabens ist es, auf Versuchsflächen zu erproben, wie die Bewässerung durch den Einsatz von 5G hinsichtlich Bewässerungsmenge und –zeitpunkt optimiert werden kann. Es wird eine Datenbank entstehen, in der Daten aus verschiedenen Sensoren, landwirtschaftlichen Maschinen und weiteren Quellen direkt zusammenfließen und verarbeitet werden, um daraus eine Bewässerungsempfehlung abzuleiten, die wiederum direkt an die Beregnungsmaschine weitergegeben werden kann“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher vom Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum (INBW) der Fakultät Bau-Wasser-Boden der Ostfalia Hochschule in Suderburg.

Der durch das Projekt generierte Wert kommt der Umwelt (z.B. auch durch potentielle Reduktion der Nitratbelastung des Grundwassers), den Interessen der Landwirte und den für die Verwaltung der Wasserressourcen zuständigen Behörden zugute.

Das Vorhaben ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Landkreises Uelzen zur Gestaltung der digitalen Zukunft in der Region. Das Projekt stärkt dabei an vorderster Front die Zukunftsfähigkeit der lokalen und nationalen Wirtschaft, mit großem Potential über nationale Grenzen hinaus.